Die Mala (Sanskrit für Gebetskette) ist von hoher Bedeutung für jeden praktizierenden Yogi, dessen Anspruch über die Körperertüchtigung hinausgeht.
Gefertigt aus der Tulasi-Pflanze, die dem Gott Vishnu geweiht ist, gibt es sie in den verschiedensten Größen und Längen, ist jedoch immer mit 108 Perlen bestückt.
Die Perlen werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, bleiben jedoch in ihrer Bedeutung dadurch unverändert.
Mögliche Materialien sind:
-Nussfrüchte
-Palmholz
-Bodhibaum-Holz
-Knochen oder Horn
Letztere sollen den Praktizierenden an die Vergänglichkeit allen Seins erinnern.
Man trägt die Mala um den Hals oder das Handgelenk gewickelt, und zählt sie beim Rezitieren des Mantras (z.B. Mali-Mantra) ab,
daher ist sie auch unter dem Namen Mantrakette bekannt.
So wichtig die Mala im Hinduismus und Buddhismus auch ist, ihre Bedeutung unterscheidet sich in diesen beiden Weltreligionen massiv:
Im Hinduismus ist jede Perle, also jedes Element der Mala, einer Gottheit geweiht. Die Namen werden während des Gebetes zitiert, z.B. SHIVA, GANESH, VISHNU, KALI. Besonders gläubige Menschen kennen alle Namen und Attribute der jeweiligen Gottheit.
Im Buddhismus entsprechen die 108 Perlen den gesammelten Lehren Buddhas.
Die Verehrung Buddhas steht an erster Stelle, da nur die Anhänger Buddhas die Befreiung aus dem Leid erwarten können.