Wer einmal einen Blick auf die Angebotsseite eine Fitnessstudios wirft, wird feststellen, das Yoga nicht gleich Yoga ist. Es gibt etliche verschiedene Arten von Yoga und um etwas Klarheit zu schaffen, möchte ich heute auf die Unterschied und Parallelen der beiden gängigsten Yogaformen, Kundalini und Hatha-Yoga, eingehen.
Die Übungen im Kundaliniyoga sind meist dynamischer, als die statischen Übungen im Hathayoga, außerdem sind eben diese dynamischeren Übungen immer mit Atemführung, innerer Konzentration und dem Gebrauch von Mantras(Meditationswörter) verbunden. Mantras und Mudras (spezielle Finger/Arm-Haltungen) spielen im Kundaliniyoga außerdem eine große Rolle, vor allem in der Meditation. Hilfsmittel oder extreme Dehnungen/Beugungen/Spreizungen, wie zb. der Kopfstand sind im Kundaliniyoga nicht geläufig, dagegen aber im Hathayoga.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass Hathayoga sich mehr auf die körperliche Ebene beschränkt und Kundaliniyoga etwas weiter ins Bewusstsein und den Geist dringt, wodurch Hathayoga öfter in Fittnessstudios angeboten wird (unteranderem auch unter dem Namen: „Poweryoga“. Nach meiner Erfahrung gibt es beim sogenannten Poweryoga auch weniger Erklärungen und Erläuterungen zu den Übungen bzw. Übungsreihen, wogegen im Kundaliniyoga, welches sich je Yogastunde immer auf ein spezielles Thema beschränkt, mehr Erklärungen und Feedback erfolgen.
Als Fazit denke ich, kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass Menschen, die im Yoga eher auf körperliche Fitness aus sind, sich ans Hathayoga halten sollten und diese, die bereit sind auch mehr Zeit und Kraft ins Yoga zu investieren, um eine ganzheitlichere Erfüllung zu genießen, Kundaliniyoga machen sollten.
Lea Taege